RSH - Wie alles begann...
  Allerlei Anekdoten
 

Dass jemand, der 1987 ins Team kam, RSH als "Recht Sonderbaren Haufen" bezeichnete und später diesen Sender führen sollte; zeigt dass es dort eben nie langweilig und immer kurios herging. Einige Anekdoten von Pionieren aus der Anfangszeit, sollen hier ihren Platz finden...



WM - Gefühle & Ulf Hagge
 
Die Begeisterung der Menschen in Schleswig-Holstein zum Start von R.SH schildert eine Begebenheit, die der ehemalige Moderator Ulf Hagge erlebt hat: „In den Tagen nach dem Sendestart war ich in der Gegend um Flensburg in einem unserer mit R.SH-Logo verzierten Dienstwagen unterwegs. Alle Autos, die mir entgegen kamen, hupten, Passanten winkten, und nach dem Aussteigen bildeten sich Menschentrauben um das Fahrzeug. In diesen Tagen war es für uns R.SH-Pioniere ein Gefühl, als ob man Fußballweltmeister geworden sei und gerade zurück nach Deutschland kehren würde.“

 

 

Funkhaus Wittland: Sichtweite unter einem Meter & Ulf Hagge

Das Funkhaus hat einen doppelten Boden, dessen zwischenraum als Kabelschacht dient. "Scherzvogel Ulf Hagge nutzte dies, um einem Nachrichten-Kollegen eine echte Nebelwand zu bieten", erinnert sich Carsten Köthe. Hagge platzierte unbemerkt unter dem Stuhl des Sprechers eine Nebelmaschine und verlegte das Kabel bis zum Regieraum.
"Hier saß Hagge und drückte während des "Reports" auf den Knopf", so Köthe. Das Ergebnis: Dichte Nebelbänke im Funkhaus, Sichtweite unter einem Meter!


Die Polizei: Dein Freund & Fan & Ralf Mothil

Der ehemalige R.SH-Moderator Ralf Mothil erinnert sich an einen Vorfall, der für ihn so nur in Schleswig-Holstein vorkommen konnte. „Die Vorgeschichte: Sommer 1988. Auf der A 215 ein gaaaanz kleines bisschen zu zügig gefahren. Autobahn fast leer. Eigentlich nicht schlimm. Wenn da nicht dieser rote Blitz am rechten Fahrbahnrand gewesen wäre. Na, erstmal abwarten was kommt. Vielleicht war ja kein Film drin…Drei Wochen später, nachmittags, zu Hause in Kiel. Es klingelt an der Tür. Das Treppenhaus hoch kommt ein Polizist in voller Uniform. Bleibt auf dem Treppenabsatz stehen, guckt mich an und lächelt. Guckt auf ein Foto, das er in der Hand hält, guckt mich wieder an, lächelt und sagt: „Mensch Herr Mothil, das ist doch wirklich gut getroffen. N ´richtig schönes Portrait haben wir hier von Ihnen. Vielleicht n´ Tick verwackelt, aber das lag wohl an der Geschwindigkeit.“ Und jetzt strahlt er richtig. „Ich hör seit Anfang an nur R.SH, genau wie alle Kollegen, die ganze Familie und alle Freunde. Und ich hör Sie jeden Morgen in Ihrer Sendung R.SH Moin-Moin. Jetzt wo ich den Bußgeldbescheid auf meinen Schreibtisch bekommen hab, da dachte ich mir jetzt willst du doch mal sehen wie der Kerl da im Radio wirklich aussieht.“ Leugnen war zwecklos; klar überführt. Der nette Polizist und ich haben dann bei mir zu Hause noch gemütlich ´ne Tasse Kaffee getrunken und geklönt. Am Ende hat er sein Geld bekommen, ich meine Quittung.“